Shawn The Savage Kid – Goamädchen – Beat des Monats – Dezember 2013

Seine Texte sind detailverliebt und zaubern dem Zuhörer gekonnt Bilder in den Kopf. Die Rede ist vom Regensburger Rapper Shawn The Savage Kid. Unserer Meinung nach bekommt er in Deutschland noch nicht die Aufmerksamkeit, die er verdient hat. Doch wir sind uns sicher, dass sich das in den nächsten Monaten ändern wird! Ihr habt auf unserer Facebook Fanpage (https://www.facebook.com/Beatbruecke) abgestimmt und zu Recht Shawn The Savage Kid mit seinem Song „Goamädchen“ zum Sieger gekürt. Er beschreibt seine surrealistische Begegnung mit einem atemraubenden Mädchen unter Einfluss einer kuriosen „Papierkugel im Glas“. Die über Showdown Records erschiene EP „Kennen wir uns?“ beinhaltet 6 hörenswerte Songs, die nur so vor Kreativität strotzen. Auf das kommende LP-Projekt können wir gespannt sein.

Der Beat des Monats – Dezember 2013 geht an Shawn The Savage Kid und Produzent Melik für Ihren gemeinsamen Song „Goamädchen“

Ich bin vor einiger Zeit über Busy’s Fanpage auf den Rapper Shawn The Savage Kid aufmerksam geworden (siehe https://www.facebook.com/TrueBusyness). Sascha „Busy“ Bühren ist in Deutschland der erfolgreichste und bekannteste Mastering-Engineer, nicht nur im HipHop-Bereich. Ich habe das Gefühl, es gibt eigentlich nie einen Zeitraum, wo nicht einer seiner gemasterten Albenprojekte in den deutschen Top10 vertreten ist. Zu Busy’s neueren Referenzen gehören Max Herre, Megaloh, Seed, Gentleman, KIZ, Materia sowie der Newcomer Shawn The Savage Kid.

Busy gab somit „Goamädchen“ soundtechnisch den letzten Schliff. Doch was macht diesen Song so fesselnd und interessant?

Es sind nicht die Melodien des Beats oder der sehr spezielle Sound der gesampleten Flöte, die mich in den Bann gezogen haben. Es ist die Einheit von Beat und Rap! Shawn The Savage Kid versteht es den Beat von Produzent Melik mit dem richtigen Groove zum Leben zu erwecken. Kick und Snare der Drums wurden mit sehr viel Zeitversatz/Spielraum eingespielt. Shawn The Savage Kid verlagert seine Rap-Pausen am Ende jedes Taktesoft vor der Kick-Snare Kombination. Das erzeugt den bekannten „Kopfnicker Effekt“. Dieser Flow wird für den Refrain aufgehoben. Nun ändert sich die Sample-Melodie und die Vocals werden breiter in das Stereo-Panorama gelegt. Aus meiner Sicht verstehen zu wenige Rapper einen Song als Einheit von Beat und Vocals. Dadurch klingen Vocals oft isoliert und auf die Instrumentals aufgesetzt. Der Beatproduzent Melik ist Gründer des Wiener Beatkollektivs „Dusty Crates“ und performt seine Beats mit den Kollegen gelegentlich auch live (siehe https://www.facebook.com/dustycrates).

Wieder ein kleiner Tipp für alle Propellerhead Reason Produzenten. Sollten eure Drums zu programmiert und leblos klingen, könnt ihr mit dem Regroove Mixer etwas Schwung in die Drums bringen.

Shawn The Savage Kid
Der Software-Hersteller Propellerhead stellt euch dafür ein kleines Tutorial zur Verfügung: http://www.propellerheads.se/products/reason/index.cfm?article=devices_regroove&fuseaction=get_article

Shawn The Savage Kid und Melik liefern euch auf Soundcloud alle Instrumentals der „Kennen wir uns?“ EP. Unbedingt reinhören!

1 Comment

  1. Joohn Muh sagt:

    Sehr interessanter Artikel – Mit Recht zum Beat des Monats gewählt! Sehr lässig.

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