Externes Mastering: so gebt Ihr euren Songs den letzen Schliff!

Der letzte kreative Schritt der Produktionskette eines Songs ist das Mastering.
Es ist der Schritt zwischen Mischen und Veröffentlichung / Vervielfältigung des Werkes. Mastering hat das Hauptziel, den Sound abschließend zu optimieren bzw. letzte Probleme im Mix zu korrigieren. Die grundsätzliche Frage für viele Home-Producer ist dabei, ob Sie das Mastering selber durchführen oder externe Mastering-Engineers beauftragen. Dieser Artikel wird klären, ob sich die Investition für externes Mastering lohnt.

„Es geht nicht darum, wie laut man etwas macht, sondern wie man etwas laut macht.“ – Bob Katz

Mittlerweile habe ich viele Varianten ausprobiert. Ich habe eigene Projekte selbst gemastert, Stem-Mastering durch amerikanische Mastering-Studios durchführen lassen, aber auch verschiedene deutsche Master-Engineers online beauftragt. Bei der Entscheidung, ob man das Mastering selbst durchführt oder outsourcet, kann aus meiner Sicht die Betrachtung folgender vier Aspekte helfen.

Punkt 1: die Erfahrung und das Know-How

Der wohl wichtigste Erfolgsfaktor für ein professionelles Mastering ist der Mastering-Engineer selbst. Als Musikproduzent hat man vielseitige Aufgaben, dazu gehören die Aufnahme, das Abmischen, das Arrangieren, das Komponieren u.v.m. Es dauert viele Jahre bis man sich die Erfahrung und Fähigkeiten eines spezialisierten Mastering-Engineers aufgebaut hat. Mit Hilfe von Referenz-CD’s könnten sich gute Engineers auch in fremde oder suboptimale Umgebungen „einhören“ und professionelle Ergebnisse erzielen. Dabei gilt der Grundsatz „vier Ohren hören mehr als zwei“, da man als Produzent nicht den nötigen Abstand zum Werk für eine objektive Einschätzung des Sounds hat. Außerdem kommen Profis in der Regel durch Routine viel effizienter und schneller zum gewünschten Ergebnis.

Punkt 2: die Raumakustik

Jeder Raum, egal welche Größe, Form oder Oberfläche, erzeugt akustische Probleme (Schlagwort: Stehende Wellen, Raummoden, …).
Um die richtigen akustischen Entscheidungen beim Mastering zu treffen, benötigt man also eine unverfälschte, lineare Abhörmöglichkeit und Regie. Damit sind akustische Baumaßnahmen notwendig (Diffusoren, Absorber, Möbel, Aufstellung der Geräte, usw…). Den perfekten Raum gibt es in der Realität nicht und eine „brauchbare“ Raumakustik kostet Zeit, viel Geld und Know-How. Aus meiner Sicht wieder ein Argument, die finale akustische Bewertung der Songs spezialiserten Mastering-Studios zu überlassen. Für Leser, die tiefer in das Thema „Raumakustik“ einsteigen möchten, empfehle ich folgende Seite als Einführung in die Raumakustik: http://www.poisonnuke.de/index.php?action=Raumakustik

Punkt 3: das Equipment

Die Inventarlisten der Mastering-Engineers im Web scheinen endlos zu sein.
Hochwertigen Mastering-Studios stehen teure oder teils nicht mehr erwerbbare Hardware-Controller, A/D und D/A Wandler, Summenkompressoren, Equalizer, Monitor-Referenzsysteme und Mischpulte zur Verfügung. Kaum ein Homestudio wird sich diese massiven Hardware-Investitionen leisten können. Doch Sound-Experten sind sich einig. Der charakteristische Klang vieler analogen Hardware-Schätze lässt sich nicht detailgetreu mit digitalen VST-Plugins abbilden. Somit haben Homestudios mit externen Mastering die Chance, nachträglich analoge Wärme für verhältnismäßig wenig Geld zu bekommen.

Punkt 4: der Mix

Mastering ist das Sahnehäubchen am Ende. Grobe Unstimmigkeiten zwischen den Lautstärken sollten also bereits beim Mixen beseitigt werden. Je ausgewogener dein Mix ist, desto besser wird das Endergebnis werden.

Die meisten Mastering-Studios haben folgende Anforderungen an deinen Mix, die dringend eingehalten werden sollten:

– Wende keinen Kompressoren oder Limiter auf der Summenspur an
– Lasse mindestens -3dB Headroom
– Speicher die Daten unkomprimiert als WAV oder AIFF
– Exporte die Dateien wenn möglich mit 24 Bit
– Wähle eine Samplerrate von 44.1 kHz oder höher

Studioexport – offizieller Mastering-Partner der Beatbrücke

Solltest du dich für ein externes Mastering entscheiden, habe ich eine Empfehlung für dich. Bei eigenen Songprojekten wurden sehr positive Erfahrungen mit „studioexport“ und dem Master-Engineer Lennart Jeschke gemacht. Sein Name ist mir schon vor einiger Zeit beim Lesen der Fachzeitschrift „RecMag“ aufgefallen. Ich schätze seine Zuverlässigkeit, Schnelligkeit und vor allen sein Gehör. Seit 1998 arbeitet Lennart als selbstständiger Engineer. Zunächst beim Rundfunk und dann bald auch im eigenen Studio in Hannover. Lennart bietet allen Beatbrücke Kunden einen exklusiven Nachlass von 10% auf das Mastering eines Song-Projektes. Kontaktiere Lennart dafür einfach über seine Website http://www.studioexport.de und erwähne den Promocode, den du per E-Mail mit jedem gekauften Beat erhältst. Du kannst dich mit einem kostenlosen Testmaster von seinen Fähigkeiten überzeugen lassen.

Lennart Jeschke studioexport Mastering
Quelle: http://www.studioexport.de/?page_id=224

Egal ob eigenes oder externes Mastering. Wer professionelle Ergebnisse erzielen will, muss dem letzten Schliff die nötige Beachtung schenken, denn für die letzten 10 % der Arbeit braucht man oft 90 % der Zeit. Ich hoffe dieser Blog-Post ist eine gute Entscheidungshilfe für euch.

1 Comment

  1. Harold sagt:

    Dass Komposition, Aufnahme, Arrangement und Mix einer Produktion nur 10% – und „der letzte Schliff“ das sagenumworbene Mastering ganze 90% der Zeit beansprucht, halte ich persönlich für ein klein wenig übertrieben 😉

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